EmParti
Migrantische Lehrkräfte stärken und begleiten
Der Themenraum nimmt die Arbeit mit biographischen und partizipativen Methoden in den Blick. Diese Ansätze und ein Verständnis von Teilnehmenden als Mitproduzent:innen von Wissen eröffnet Fragen nach dem Umgang und der Nutzung dieser Wissensproduktionen in den Transferfeldern verschiedener Projekte, der Zusammenarbeit mit Praxispartnern sowie wissenschaftlicher (Publikations-)Kontexte.
Das Projekt EmParti untersucht Bildungsbiographien von Lehramtsstudentinnen, Referendarinnen und Lehrerinnen in Niedersachsen. Fokussiert werden intersektionale Wirkweisen der Positionierung als ‚Migrationsandere‘ (Mecheril 2023) mit der Differenzordnung ‚Gender‘ und die darin entstehenden Diskriminierungserfahrungen durch entsprechende Adressierungen im Kontext der Lehrkräftebildung und -tätigkeit. Im Rahmen von einem Workshop- und Mentoringprogramm wird in EmParti mit Ansätzen der Biographiearbeit (Nittel et al. 2023), der partizipativen Methode Photo Voice (Unger 2014) sowie der Kollegialen Fallberatung (Tietze 2015) gearbeitet, um den Teilnehmerinnen im Sinne von Empowerment Räume zur Reflexion und dadurch Handlungsfähigkeit und Professionalisierung zu eröffnen.
Im Rahmen des Co-Creation Labs möchten wir kurze Einblicke in die Arbeit mit der Methode Photo Voice auf Basis der im Projekt EmParti genutzten Biographiearbeit geben und die Arbeit mit biographischen und partizipativen Methoden in den verschiedenen Projektkontexten zentral setzen. Wir möchten das Verständnis von Projektteilnehmenden als Mitproduzentinnen von Wissen (Unger 2022; Wihofszky 2020) wie auch Transfer- und Präsentationsfragen im Themenraum diskutieren.
Fragestellungen:
Welche Erfahrungen mit Ansätzen der Biographiearbeit und partizipativer Forschung liegen in den Projekten vor?
Welchen Umgang mit Wissensproduktionen der Teilnehmenden pflegen die Projekte – welche Erfahrungswerte liegen vor? Welche Herausforderungen wurden bislang identifiziert und wie kann ihnen begegnet werden?
Wie werden die Wissensproduktionen aus den partizipativen Anteilen der Projekte genutzt und wie werden sie bspw. in wissenschaftlichen Publikationen dargestellt?
Welche Synergien/Überschneidungen zwischen den Projekten können identifiziert werden?